Mit musik lernt es sich besser
Bernburg/MZ. Am Montag, 17. Dezember, um 15.30 Uhr gibt es in der Empfangshalle des Klinikum Neubaus an der Kustrenaer Straße ein 30-Minuten-Konzert speziell für Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Es handelt sich um die Auftaktveranstaltung einer neuen Reihe, mit der die Bernburger Musikpädagogin Vera Böhlk eigene Akzente in der musikalischen Ausbildung setzen möchte.
"Kinder für Kinder" lautet das Motto der Reihe, mit der die Leiterin des Silcher-Chores Kinder möglichst ungezwungen mit einem Instrument vertraut machen möchte. Dabei dürfen die Akteure, die bereits erste Erfahrungen beim Üben gesammelt haben, selbst einmal eine öffentliche Bühne betreten.
Sie sollen vor Gleichaltrigen im Publikum spielen, die sich vielleicht selbst auch einmal an ein Instrument wagen. Das eigene Musizieren soll vor allen Dingen Spaß machen, auch wenn es erfahrungsgemäß ohne regelmäßiges Üben nicht so recht weiter geht.
Ziel der Musikpädagogin ist es, die Kinder zu ermuntern, mit den eigenen Fingern die bis dahin unbekannten musikalischen Klangerzeuger zu ertasten und so zu erfassen. Dazu besteht im Anschluss an das 30-minütige Kurzkonzert am Montag in der Empfangshalle des Klinikums Gelegenheit. Wer will, kann sich dort einzelne Instrumente zeigen und erklären lassen.
Das Hören von Musik wird auf einer anderen Erfahrungsebene ebenso erlernt wie Lesen. Es ist keineswegs nur das Aufnehmen von Schallwellen. Vielmehr wird bereits im Vorschulbereich das Gehörte intellektuell verarbeitet. Ein Zusammenhang zwischen feinmotorischen Übungen - wie zum Beispiel mit Klavier oder Violine - und musischem wie intellektuellem Ausdrucksvermögen ist schon seit vielen Jahren Gegenstand fachübergreifender Forschungen.
MZ-Artikel vom 14. Dezember 2001